Kolporteur – Beate Engl

Anlässlich des 14. RischArt_Projekt: PARASYMPATHIKUS im Kunstareal München, 2017

Technischer Entwurf und Bau des Wagens und der Drehorgel durch Leuchten-Modelle Pancho Schlehhuber

Aus dem Pressetext:

Kann man Botschaften, die aus einem Leierkasten tönen, ernst nehmen? Auf jeden Fall! Denn jeden Tag während der Laufzeit von Parasympathikus schickt Beate Engl ihren KOLPORTEUR
in Form eines Drehorgel-Streitwagens durch das Viertel um das Museumsareal, um die aktuellen Nachrichten zu verbreiten. Und wie die Stadtschreier von einst ihre Botschaften durch die Stadt mit einem Singsang trugen, nehmen auch die Nachrichten
des KOLPORTEURS musikalische Züge an. Doch letztendlich liegt es bei den Machtinhabern – sowie bei den Friedensstiftern –, ob wir eine Todesfuge oder einen mitreißenden Sommerhit zu Ohren bekommen.

Hier ein Video der Orgel in Aktion

:

Die Bänder der Orgel werden für jeden Tag der Ausstellung mit aktuellen Schlagzeilen am Morgen hergestellt. Um die Papierbänder zu lochen, wurde eine computergesteuerte Stanzmaschine entwickelt, die diese Aufgabe übernimmt.

Ausführung:

In dem Streitwagen aus Sperrholz und Biegesperrholz ist eine komplette Drehorgel mit ihren funktionellen Teilen Blasebalg, Windlade, Spieltisch, Steuermechanik und Pfeifen eingebaut.

Als Grundlage wurde eine Konstruktion von Hans Beijer gewählt, die jedoch in vielen Details den Gegebenheiten angepasst wurde. Für den Blasebalg wurde ein Überdruckventil entwickelt, die Windlade musste gebogen aufgebaut werden, die Ventile in der Windlade erhielten einen einstellbaren Überströmkanal und der Spieltisch mit der Bandführung musste auf einen stehenden Lauf des Bandes hin optimiert werden. Die Andruckrolle am Spieltisch hat dazu einstellbare Andruckfedern auf CFK-Stäben.

Die gesamte Orgel wurde erst in 3D-CAD geplant und anschließend die Teile mit einem Lasercutter aus Plexiglas und Sperrholz ausgeschnitten.

ZIP + RIP : Trauerkonfetti

Jahrhundertelang diktierte die Kirche dem gläubigen Menschen ihre Trauerkultur. Wir finden neue Ausdrucksformen und Rituale, die sich nicht am althergebrachten orientieren, sondern auch an der zwischenmenschlichen Bindung zwischen den Trauernden und dem Betrauerten.

Trauerkonfetti, die auf einen Sarg herabregnen, wenn dieser auf seinem letzten Weg ist, feiern den Toten für seinen begangenen Lebensweg!

Zip the bag and rest in peace!


Trauerkonfetti, schwarzer lasergeschnittener Papier-Blisterpack mit Euroslot und einer Aufreißperforierung, gefüllt mit schwarzen Konfetti aus steifem schwarzen Karton.

Limitierte, nummerierte und handsignierte Edition von 250 Stück

Preis: 35.- € pro Packung zuzüglich Versand


Bestellung: Einfach Ihren Namen und Ihre Adresse als Kommentar an diesen Beitrag oder eine Mail pancho@leuchten-modelle.de
Bezahlung über Paypal, Überweisung oder Nachnahme.
Versand innerhalb 7 Tagen, Versandkosten BRD 4,90€, International auf Anfrage.

 

Stanzmaschine für Drehorgelbänder – Beate Engl

Entwurf, Fertigung und Programmierung durch Leuchten-Modelle Pancho Schlehhuber, Mai/Juni 2017

Für die Installation „Kolpoteur“ von Beate Engl mussten für die Laufzeit der Ausstellung täglich neue Spielbänder hergestellt werden.Die Stanze produzierte täglich ein ca. 30m langes Spielband mit zwei Zeilen Text in einer 5×7 Punktmatrix. Dabei werden dem Steuerrechner nur die beiden Textzeilen übergeben und ein Papier eingespannt, den Rest erledigt die Stanze autonom.

Hier zwei Videos der Stanze in Aktion:

 

 

Ausführung:
Steuerrechner Controllino, C-Programm, Pneumatikzylinder und Ventile, lasergeschnittenes Plexiglas.

Modern times – Leonie Felle

Modell für Kunst am Bau Wettbewerb, München 2017
Kindergrippe Schaffhauser Straße, München

Eine Maschinerie aus Zahnrädern und Ketten bewegt rote Kugeln in einen Umlauf, die Geräusche und Klänge erzeugen.
Angetrieben wird der Apparat von den Kindern.

Das Modell ist voll funktionsfähig.
Entwurf des Getriebes, Herstellung der Zahnräder, Aufbau in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Leonie Felle
Abmessungen: 70x20x30cm (b,t,h)
Holz, Plexiglas, Rollenkette, Zahnräder aus Plexiglas lasergeschnitten, Metall

Clock – Karel Martens

Für die Ausstellung „Motion“ im Kunstverein München 2017…

… wurde ein Quarzuhrwerk mit schleichendem Sekundenzeiger entworfen und gebaut. Der Antrieb erfolgt über einen Schrittmotor, der  elektronisch gesteuert ein Zahnradgetriebe betreibt.

Die Scheiben symbolisieren den Sekunden-, Minuten- und Stundenzeiger.

Entwurf der Mechanik und Elektronik, Fertigung der Bauteile, Bau des Objekts, Montage in der Ausstellung.
Abmessungen: 190x94x16cm (bht)
Material: Plexiglas lasergeschnitten
Antrieb: Quarzsteuerung, Schrittotor, Niederspannnung

 

Kleine Arbeiterorgel – Beate Engl

Kunstverein Friedrichshafen, 2016

Ein Endlosband mit einem gestanzten Text mit Buchstaben aus einer Punktmatrix werden durch eine kleine Spielorgel gezogen und der Text dadurch vertont.

Material: Spielorgel, Papierband, gelaserter Punktmatrixtext, akustischer Boden

technischer Entwurf und Fertigung durch Leuchten-Modelle Pancho Schlehhuber

Gymnasium – Klaus von Gaffron

3D.CAD Modell für Kunst am Bau Wettbewerb für ein Gymnasium, 2016.

Für den Wettbewerb wurden in drei Stockwerken verschieden gestaltete Vitrinen entworfen, die aus Bildern und dreidimensionalen Objekten gestaltet sind.

Leistungen von Leuchten-Modelle Pancho Schlehhuber:
Bei diesem virtuellen Modell mussten auch die zusätzlichen Rahmenbedingungen geklärt werden, wie die eigentliche Ausführung, die Kosten, der Brandschutz und sonstige Sicherheitsauflagen.

Wigwagzigzag – Beate Engl, Stefan Wischnewski

Performance und Ausstellung in Porto, Portugal, 2015

Ein kleiner Handkarren wird hinter sich hergezogen, die beiden Reifen drehen dabei ein Getriebe an, welches die Fahnen am Mast bewegt und dabei im Fahnenalphabet Nachrichten sendet.

Bei dem Getriebe musste darauf geachtet werden, dass die kontinuierliche Bewegung der Reifen in eine alternierende Bewegung der Fahnen übersetzt wird. Die Fahnen schlagen also sehr schnell in eine neue Lage um und verharren dann in dieser Position. Dabei müssen acht verschiedene Position pro Fahne angefahren werden. Die Umsetzung erfolgte mit 2 Malteserkreuzgetrieben.

Material: Plexiglas lasergeschnitten, Zahnräder, Gummireifen, Alurohre

Technischer Entwurf und Bau durch Leuchten-Modelle Pancho Schlehhuber

Agitator 2.0 – Beate Engl

Kunstverein Karlsruhe, 2014
Lenbachhaus, U-Bahn-Galerie 2016, Ankauf

Die Realität unseres Programms sind die Lebenden Menschen

Ein Projektionseinheit aus einem umgebauten Overhead-Projektor wirft politische Propaganda an die Wand. Die Texte sind in ein Band gestanzt, das der Rezipient selbst durch eine Kurbel bewegen kann. Dabei werden die einzelnen Buchstaben auch noch über eine Spielorgel geführt und der Propagandatext vertont.

Neben dem umgebauten Overhead-Projektor  musste ein Transport-Mechanismus für das Textband entwickelt werden, der das Band über den Projektor und eine Spielorgel führt und auch nur eine Kurbelrichtung erlaubt.

Der Kasten wurde aus Sperrholz lasergeschnitten, ausgehend von einem 3D-CAD Entwurf. Die Konen entstanden aus vielen Schichten einzelner Ringe.

Technischer Entwurf und Bau durch Leuchten-Modelle Pancho Schlehhuber zusammen mit Beate Engl.

 

Standarte – Beate Engl

Kunstverein Karlsruhe, 2014

An einem Mast hängt eine Standarte aus Spiegel-Acrylglas, die von einem Motor in eine wabernde Schwingung versetzt wird.

Ausführung: Spiegel-Acrylglas, Alumiummast, Muschelkalkfundament und elektrischer Antrieb mit Steuerung.

Konstruktion und Bau durch Leuchten und Modelle Pancho Schlehhuber