Gondelbrunnen – Alexander Laner

Trinkbrunnen für die Stadt München auf dem Rudi-Hierl-Platz, 2012.

Technische Entwicklung und Bau Leuchten-Modelle Pancho Schlehhuber unter Mitarbeit des Künstlers.

Eine transparente Gondel aus Plexigals hängt an einem Stahlseil, welches zwischen zwei Masten quer über den Platz gespannt ist. Eine Schlauchleitung führt spiralförmig gerollt von einem der Masten zur Gondel. Im Inneren der Gondel bringt nun ein Wasserstrahl eine Peltonturbine in Bewegung, welche über ein Untersetzungsgetriebe die Gondel auf dem Seil bewegt. Dazu hangelt sich die Gondel an einem Zahnriemen entlang, der durch die Gondel geführt wird. An den Enden der Seilstrecke fährt die Gondel auf einen Puffer, der in der Gondel einen Hebel betätigt. Das Getriebe wird dabei umgeschaltet und die Gondel fährt in die andere Richtung. Das Wasser in der Gondel läuft nach der Turbine durch ein Rohr unten aus der Gondel und bewässert einen Streifen auf dem Platz.

Beim Entwurf mussten mannigfache Kriterien erfüllt werden, besonders wurde ein Augenmerk auf einen wartungsfreien Lauf und eine leichte Demontierbarkeit vom Seil gelenkt. Ebenso mußten die Materialien UV-fest, wasserfest, rostfest und säureresistent sein.

Nach ein paar Optimierungen dieses Prototypen verfügt die Gondel nun über eine Verfügbarkeit von 98,5% und als Verschleiss ist bisher nur ein neuer Zuleitungsschlauch nötig geworden.

Ab durch die Mitte – Alexander Laner

Brunnen in München, Nordhaide, U-Bahn Dülferstraße.

Kunst am Bau im Rahmen von Quivid, 2008

Technischer Entwurf und Aufbau der technischen Anlagen durch Leuchten-Modelle Pancho Schlehhuber

Ein 6x16m großes Becken das jedoch nur 2cm tief mit Wasser gefüllt ist bildet den zentralen Punkt auf dem Nordhaide-Platz vor dem Mira Einkaufszentrum. Alle vier Minuten kommt jedoch ein unsichtbarer Vespa-Fahrer und durchpflügt das Becken in eleganten Schwüngen auf der ganzen Länge.

Diese Idee von Alexander Laner wurde mit 42 eigens entwickelten Düsen umgesetzt, die in einer elegangten Schlangenlinie im Becken des Brunnens liegen und sich kurzzeitig der Reihe nach aus dem Wasser heben und eine Föntäne spritzen und dann wieder im Wasser versinken.

Die Düsen werden alle einzeln durch eine Pneumatik gesteurt, die das Wasser der Pumpe absperrt und kurzeitig den Fluß öffnet. Der Wasserdruck hebt nun den Düsenkörper aus dem Wasser und soblad dieser seinen Anschlag errreicht spritzt das Wasser aus den Düsenöffnungen. Die Pneumatik sperrt nun wieder den Wasserfluss ab und der Düsenkörper versinkt wieder in seine Ruhelage. Während eines Laufes sind immer 3 Düsen mehr oder weniger geöffnet, die Schaltung tastet sich immer weiter bis zur letzten Düse. Dann beruhigt sich das Wasser wieder und für drei Minuten kehrt Ruhe ein, danoach beginnt das Spiel von vorne.

Die Düsen wurden eigens für den Brunnen entwickelt und aus 3mm starkem V2A-Blech lasergeschnitten und verschweißt.

Neben dem flachen Becken befindet sich unter den Düsen 1,80m tiefer und 1m Breiter Graben, der ebenfalls mit Wasser gefüllt ist und in dem die ganzen Rohre laufen. Vor dem Brunnen unter dem Pflaster ist die Brunnenstube mit der ganzen Pumpen- und Steuerungstechnik, die über einen Schachtdeckel zugänglich ist und dahinter ein Wasserreservoir mit Filtern.

Im Sommer ist der Brunnen DER Spielplatz für die Kinder, sie spielen mit dem Brunnen, am Brunnen und im Brunnen.