Fahrt ins Rote – Brunner-Ritz

Kunst-am-Bau Wettbewerb in Köln 2001, nicht realisiert

Technischer Entwurf und CAD-Präsentation von leuchten-modelle Pancho Schlehhuber

3D-Modell und Renderings für Präsentation und Feststellung der Lichtwirkung
Ein Verbindungsflur zwischen zwei Bauteilen eines Bürogebäudes sollte mit roten Drehlichtern erleuchtet werden.

E-Toys – Wandervitrine

[im Empfangsbereich der Niederlassung Deutschland von e-toys zur Präsentation von Spielzeug, 2000

In der Vitrine fahren auf einem Schienensystem mehrere Wagen, auf denen sich das Spielzeug befindet.

Jeder Wagen wird von einem kleinen 9V-Drehstrommotor über einen Riemen und ein Schneckengetriebe angetrieben, wobei jeder Wagen mit einer andernen Geschwindigkeit fährt. Fährt ein schnellerer Wagen auf einen langsameren auf, so schließt sich ein Kontakt über die Stoßstangen und der Wagen bleibt für eine definierte Zeit stehen, wodurch der vordere Wagen einen Vorsprung erhält.


In der Schiene befindet sich an einer Stelle ein Stoppgleis, das einen Wagen anhalten kann. Durch die dann auffahrenden Wagen entsteht ein Stau.  In zufälligen Intervallen wird nun das Stoppgleis mit Strom versorgt und jeweils der erste Wagen wieder auf die Reise geschickt. Die anderen Wagen rücken bis zum Stoppgleis vor. alle Wagen sind mit einem Drehteller ausgestattet, der ebenfalls von einem Elektromotor angetrieben wird und in zufaälligen Abständen sich für kurze Zeit dreht.
Insgesamt entsteht der Eindruck von zufälligen Bewegungen der Wagen in der Vitrine.

Zwei Wagen sind mit Sondereinbauten ausgestattet: ein Wagen läßt Tele-Tubbis sprechen, ein weiterer Ernie winken. Der sehr enge Biegeradius der Schienen bedurfte einer besonderen Konstruktion der Fahrwerke. Mit drei Rädern funktioniert es.
Die Wagen wurden mit CAD in 3D konstruiert. Dem Kunden wurden vorab die obigen Ansichten präsentiert. Die Zeichnungsdaten wurden anschließend auch bei der Fertigung von Teilen mit einer CNC-Fräse verwendet.

Innenarchitektur: Alpenglühen Group
Vitrine: Holzrausch
Schienen, Wagen und Steuerung: leuchten-modelle Pancho Schlehhuber

Schwarm – Brunner-Ritz

Ausstellung „Heldenfrühstück“, Kunstverein Rosenheim, 2000
Ausstellung „Homerun“, Kunstverein Friedrichshafen, 2006

technischer Entwurf von leuchten-modelle Pancho Schlehhuber
Fertigung durch leuchten-modelle Pancho Schlehhuber mit den Künstlern Brunner / Ritz

Ein „Fischschwarm“ aus Geldscheinen schwimmt durch den Raum.

Fischschwärme schwimmen meistens in Formation in einer Richtung. Manchmal kommt es vor, daß ein Fisch plötzlich die Richtung wechselt und alle anderen hinterher schwimmen.
an den internationalen Börsen verhalten sich die Geldströme oft wie Fischschwärme, die scheinbar chaotisch erst in die eine und dann in die andere Richtung schwimmen.

Ausführung:
Eine Seilschlaufe an der Decke wird von mehreren kleinen Elektromotoren angetrieben. Die Seilschlaufe wird im Zick-Zack über die Decke geführt und umgelenkt, wobei die Umlenkpunkte in bestimmten Sehnen-Abständen zueinander liegen. Die „Fische“ hängen an dünnen Stahldrähten, die an dem umlaufenden Seil befestigt sind.
Durch die definierten Abstände von Umlenkpunkten und „Fischen“ wird erreicht, daß alle Fische gleichzeitig die Umlenkpunkte erreichen. Dadurch entsteht der Effekt, daß der gesamte Schwarm gleichzeitig die Richtung wechselt.

Aktie – Simone Böhm

Installation, Kunst am Bau, für Allianz-Versicherung, München, Wettbewerb 2000

Kursbewegungen der Allianz-Aktie und zugehöriger Optionsscheine werden in einem Verbindungs-Flur in Form von Lichterspielen visualisiert. 12000 farbige Glühbirnen werden an der Decke des Flurs angebracht und gruppenweise von einem Steuercomputer ein- und ausgeschaltet, welcher die aktuellen Börsendaten auswertet und in Lichtmuster umsetzt.

Leistungen:

  •  technische Gesamtkonzeption
  • Konstruktion, 3d-Entwurf
  • Präsentationszeichnungen
  • Funktionsmodell 1:1 (Stahl, Glühbirnen, Fassungen, Leuchtstoffröhre, Plexiglas, Kabel und SPS)
  • Steuerungsprogramm für SPS Simatic s-240

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Zeitenwende – Estampie

Konzert mit Inszenierung, Muffathalle München, 2000

Entwurf und Herstellung eines Pendels für die Bühne und Umbau eines Handschlagbeckens von leuchten-modelle Pancho Schlehhuber

Für das inszenierte Konzert „Zeitenwende“ von Estampie wurde  ein 2-farbig beleuchtetes Pendel hergestellt. Dieses ist in einer kardanischen Aufhängung gelagert, damit das Pendel in alle Richtungen hin- und herschwingen kann und auch kreisförmiges Schwingen möglich ist.

 

Ausführung:
Länge des Pendels:variabel zwischnen 4 und 7m
Gewicht: ca. 50kg 2×75 W 12V Halogenspot

beleuchtetes Handschlagbecken auf Basis einer Taschenlampe

ego-location – Sabine Gross

Ausstellung, Galerie & Pojekte Mathias Kampl, Berlin, 1999

Programme und Computerinstallation von leuchten-modelle Pancho Schlehhuber

‚Mich kennt Marius Babias, mich kennt Isabelle Graw, mich kennt Benjamin Buchloh, mich kennt Udo Kittelmann, mich kennt Bernhart Schwenk, mich kennt Christian Nagel, mich kennt Fareed Armaly.‘
Diese und über 300 weitere Aussagen über Kontakte zu Kuratoren, Galeristen, Theoretikern, Künstlern bewegen sich über einen Bildschirm und verlangen nach Antworten. Auf einem zweiten Computer wird die aus den Daten ermittelte Situierung des Benutzers im Kunstbetrieb visualisiert; ein CAD-Programm errechnet den jeweiligen ‚Ego-Körper‘, und so spielt diese Kontextkunst auch mit der Eitelkeit ausgewiesener und selbsternannter Mitglieder des Kunst-Clans.

Sabine Groß, die selbst spätestens seit der Teilnahme an der Ausstellung ‚Deep ~ Storage‘ etliche der ‚Mich kennt…‘-Feststellungen bejahen könnte, nimmt mit der Installation ‚Ego.Location‘ einmal mehr unsere alle Bereiche des Lebens durchziehende Sucht nach Tests zur Ich-Positionierung und Selbstbestätigung aufs Korn, unsere Gier nach Meinungsumfragen und Hitlisten, unsere Obsession für Statistiken. Ihre Methode der ironischen Dekonstruktion impliziert den Rückgriff auf Instrumentarien, die aus (Pseudo)Wissenschaft und Demoskopie geläufig sind, um damit Modelle zu kreieren, die sich seriös gerieren, doch bei längerem Hinschauen, nicht zuletzt durch das ihnen inhärente Moment des Zufälligen, Skepsis aufkommen lassen.

(Pressetext)

Japanischer Vorhang

Japanischer Vorhang

Entwurf und aufbau von leuchten-modelle Pancho Schlehhuber
Material: Abachiholz, Flugzeug-Bespannstoff, Kleblack, Spannlack, Plexiglas transparent
Der Vorhang besteht aus einzelnen Rahmen, die mit speziellem Stoff bespannt sind. Die Rahmen sind untereinader mit Seilen verbunden und laufen mit kleinen Rollwägen auf einem Stahlseil.

Blick in die Zukunft – Stefan Schmidt-K

Entwurf für eine LED-Video-Installation für einen Kunst am Bau-Wettbewerb, Europäisches Patentamt, München, 1999

In den Stockwerken des Gebäudes sollten Infrarot-Videokameras installiert werden, welche ihr Bild auf einen absichtlich grob auflösenden LED-Monitor im Stockwerk darunter übertragen. Der Passagier des im Gebäude vorhandenen Paternosters kann einen Blick in die Zukunft werfen. Er sieht, was ihn im nächsten Stockwerk erwartet. Der Blick in die Zukunft ist allerdings unscharf, er erkennt nur die Wärmeabbilder eventuell vorhandener Personen in einer sehr groben Punktmatrix.

Modell, Material:
Plexiglas, Gebäude: transparent, Kunstobjekte: als rote und gelbe Einbauten dargestellt